Montag, 11. Oktober 2010

SEEKA Packhouse und das Vulkan-Tal Waimangu bei Rotorua

Hallo liebe Leute,
ich schicke euch heute mal ein paar Bilder von meiner tollen Arbeitsstätte, in welchem ich 9 Stunden am Tag verbringe.
Franzi und ich hatten dort vor 3 Tagen wieder kurzfristig Arbeit bekommen und werden auf jeden Fall noch morgen dort fleißig Kiwis quetschen. Ob wir dann nun am Donnerstag wie geplant zum Wwoofing nach Hastings fahren, oder doch noch weitere 2 Wochen hier  bleiben hängt ganz von der Auftragslage ab - und so wie derzeit die Sterne stehen, werden wir hier bleiben und solange es funktioniert, Geld verdienen. 
Ich habe übrigens vor 3 Stunden die Fäden an meiner Botox-Augenbraue ziehen lassen. Ich bin einfach wieder zu der Notfallställe (St. Johns genannt) gegangen, die mich auch schon am Unfalltag aufgenommen und dann ins Krankenhaus gefahren haben - denn leider hat zu meiner arbeitsfreien Zeit kein Arzt in Te Puke mehr geöffnet. Der Stationschef hat mich auch gleich wiedererkannt, mich freundlich begrüßt und mich gefragt, wie es mir geht und was meine Naht macht. Ich erklärte ihm meinen Umstand und ohne groß lange hin und her zu überlegen bzw mich Heim zu schicken, bat er mich in sein Büro, holte einen sterilen Skalpell und befreite mich von den Fesseln - ich war wiedereinmal beeindruckt von der Hilfsbereitschaft der Neuseeländer, die man in Deutschland nicht so leicht finden würde. Ich bedankte mich recht herzlich bei ihm und war nach 10 Minuten wieder auf dem Heimweg :)
Nun ist alles wieder alles in bester Ordnung mit meinem Kopf (zumindest äußerlich^^)
Letzten  Freitag sind wir im Vulcan Valley in Waimangu gewesen. Wir hatten ja einen Tag frei und da die Merle (auch eine deutsche Backpackerin aus unserem Hostel) noch 3 Plätze in ihrem Auto frei hatte und ich Lust zum Wandern hatte (die Mama wird überrascht sein^^), hab ich mich der Gruppe angeschlossen und hab mit 3 netten Mädels den Trip gemacht. Wie man wohl auf den Bildern sehen kann, hatten wir extrem tolles Wetter und es war dazu auch noch richtig warm. Im Tal selbst ist man an einigen heißen Quellen vorbei gekommen und es hat fürchterlich nach faulem Ei gerochen (fast wie meine Sporttasche). Die Natur war allerdings richtig sehenswert und auch die Wanderwege waren alle super zu laufen. Der einzige Nachteil ist allerdings, dass man für fast alles in Neuseeland Eintritt bezahlen muss - auch hier waren wieder 32 Dollar fällig. Ich hoffe ja, dass ich bald nochmal in die großen Nationalparks komme und dort eine 3-5 Tage Tour machen kann, denn die sind derzeit noch kostenlos :)
Ansonsten gibts nicht sonderlich viel zu berichten, außer dass man sich im Hostel mit immer mehr jungen Menschen anfreundet, denn man hat auch mit fast allen auf Arbeit zu tun. Es sind nahezu alle sehr sehr nett und es fühlt sich alles schon wie einen große Familie oder WG an - das ist echt toll. Wir haben hier die letzten 2 Abende gemeinsam die "Herr der Ringe" Trilogie geschaut (natürlich auf Englisch). Gestern war ich allerdings so müde, dass mich der "Herr des Sandes" ins Bettchen gelockt hat (ich meine hier natürlich das Sandmännchen und nicht irgendeinen warmen Bruder aus dem Hostel^^)
So, dass solls erstmal für heute gewesen sein...seid alle herzlichst gegrüßt
der Max

Mittwoch, 6. Oktober 2010

wäre ich doch nur auf Arbeit geblieben^^

Da kann man schon mal mittags von der Arbeit weg, freut sich auf nen schönen, entspannten, sonnigen Nachmittag und dann hängt man letztendlich 3 Stunden in Tauranga im Hospital rum, weil man sich beim Spaß-Fußball mit den anderen Hostelbewohnern einen schönen Cut (ca. 4 cm) über der Augenbraue zugezogen hat...tolle Wurst! Ja, vorgestern ist mir dieses Missgeschick passiert und ich musste tatsächlich mit nem Krankenwagen nach Tauranga ins Krankenhaus transportiert werden - wie peinlich^^. Die Fahrt war trotzdem echt interessant und spannend, da ich noch nie in so nem Krankenwagen mitgefahren bin (erst recht nicht in Neuseeland..hihi). Steven, der Sanitäter, war super nett und hat mir ne schöne Rolle Klopapier um die völlig blutverschmierte Rübe gewickelt (siehe Foto) und hat mich mit Fragen für seinen Fragebogen gelöchert. Erstaunlicherweise kannte er sogar Freiberg, als er mich nach meiner Herkunft fragte. Er hat dort wohl Freunde, die als Austauschstudenten an der Bergakademie studieren - verrückte Welt wiedermal. Im Krankenhaus musste ich erstmal ein wenig warten, bis ein Arzt für mich frei war. Nach ca. 45 Minuten nahm mich "Dr. House" mit in ein Separé und nähte mit 7 Stichen den "KlitschKO-Cut" wieder zusammen. Nach einer guten halben Stunde war mein Frankensteinschädel dann hergerichtet und ich konnte wieder entlassen werden - ohne nur einen Cent bezahlen zu müssen (wie es in der Fielmannwerbung immer so schön heißt). Notfälle sind in Neuseeland komplett kostenlos. Das ersparte mir viel Geld und einige Telefonate mit Versicherung :)
Es ist und bleibt also in jeder Hinsicht ein absoluter Abenteuer-Urlaub.
Die anderen Bilder sind vom gestrigen Spaziergang um die Kaiate Wasserfälle, die hier gleich um die Ecke sind, mit Franzi und Christian (unserem Dänischen Freund aus dem Hostel)
LG und bis Morgen, dann gibts paar Infos vom heutigen Tag, den wir für einen Ausflug nach Rotorua nutzten


















Montag, 4. Oktober 2010

die Arbeit ruft :)

Hallöle,
nachdem wieder ein paar Tage ins Land gingen, seitdem ich den letzten Blog geschrieben habe, wird es Zeit mal wieder etwas zu berichten. Wir sind also die letzten 6 Tage bei SEEKA in Te Puke arbeiten gewesen. Dort haben wir den ganzen Tag Klasse 1 Kiwis sortiert und die Schlechten von den Guten getrennt - eine super langweilige Arbeit, die einem schon nach ca 20 Minuten auf die Nerven geht. Aber was solls - es gibt halt Geld dafür. Wir haben allerdings bei dieser Arbeit wirklich seher viele nette Menschen kennengelernt - sowohl Backpacker, als auch Einheimische. Jeder war interessiert, hat viel gefragt, geholfen wo es ging und es war immer Zeit für einen Spaß :) Uns hatte es besonders Mike der Staplerfahrer angetan - ein halb Maori, ca. 120 Kilo schwer mit Basecap und Sonnenbrille, der viel über uns wissen wollte und uns in den Pausen immer was von seinem Sushi, seinen selbst geernteten Mandarinen aus dem Garten oder seinen Käsechips angeboten hat. Er hat auch an 2 Tagen mal an unserer Station gearbeit, sodass wir dann gleich noch mehr mit ihm quatschen und rumalbern konnten. Wir haben ihm sogar "Stadt, Land, Fluss" beigebracht und es während der Arbeit mit ihm gespielt^^...er war garnicht mal so schlecht! Außerdem hatten wir 2 deutsche Mädels (Netti und Tina aus Anklam) an unserem Arbeitstisch, mit denen wir sofort 2 linke Schuhe gefunden hatten und auch mit ihnen sehr viel gelacht haben. Sie wohnen auch mit uns im Hostel und so können wir auch nach der Arbeit sehen. Im Hostel selbst treffen grad jeden Tag mehr und mehr Leute ein und man hat das Gefühl, als würden die Wände bald zur Seite wegklappen, weil jeden Morgen und Abends nach der Arbeit unglaubliches gewusel in der alten Papphütte ist. Es sind ca 20 bis 30 Deutsche, ein paar Schweden, Dänen, Argentinier, Koreaner,ein Tscheche und EINE Neuseeländerin. Man muss quasi gar kein Englisch können, um sich hier zu verständigen, was eigentlich schon fast doof ist - man will doch irgendwie seine Englischkenntnisse verbessern und auch mal andere Kulturen kennenlernen. Deshalb hab ich mich einen Abend mit zu den Koreanern gesetzt und ein paar Stunden mit denen gequatscht, was allerdings recht beschwerlich war, denn ihre englische Aussprache klingt für mich so ziemlich genau wie ihre Muttersprache^^ Trotzdem hat es irgendwie funktioniert mit Händen und Füßen und ich durfte auch mal von ihren Koreanischen Spezialitäten kosten, die sie wirklich fast jeden Abend zubereiten - sowas wie ne Wurstschnitte kennen die scheinbar nicht. 
Heute war für uns vorerst der letzte Arbeitstag bei SEEKA, da sie derzeit keine größere Bestellung haben. Somit haben wir bis voraussichtlich Samstag frei und können endlich mal wieder ausschlafen :) 
Wie es dann weitergeht steht allerdings noch ein wenig in den Sternen, denn Franzi und ich hätten eigentlich auch ab Donnerstag einen Wwoofing Platz in der Nähe von Hastings bei einer Musikerfamilie und müssten denen evtl absagen, falls wir noch ein wenig weiter arbeiten dürften/könnten/sollten^^
Schauen wir mal, was die Zeit bringt, ich werde euch informieren ;)
Bis denne...ich genehmige mir jetzt mein "Wochenend-Bierchen"...hehe.

PS: die Autobilder sind für Opa Heinz, der so gerne mehr von unserem guten Japaner sehen wollte :)
das Auto ist 4,50m lang, 1,68m breit, hat einen 145 PS Benzinmotor, Allradantrieb, Automatikgetriebe, einen 60 Liter Tank, er verbraucht im Schnitt 10 Liter (liegt sicherlich am Zusatzgewicht durch das viele Gepäck und das eingebaute Holzbett mit Matratze, welches ca 190cm lang und 145cm breit ist) - wenn ich noch mehr herausfinden soll, einfach melden! ich werde demnächst immer mal noch ein paar Bildchen hinzufügen















Donnerstag, 30. September 2010

Taupo, Craters Of The Moon und Manganui

Hallo ihr lieben Menschen in der Heimat.
Ich konnte mich jetzt fast 2 Tage nicht wirklich zu Wort melden, da wir ganz kurzfristig Arbeit in Te Puke  bekommen haben :) Wir müssen von 8-17Uhr eiförmige, handliche, haarige Dinger anfassen, drücken und inspizieren - nein keine Bullenklöten massieren, sondern Kiwis sortieren ;) Wir arbeiten beide zusammen an einem Kontrolltisch, müssen immer eine schon verpackte Kiste mit ca 90-128 Kiwis kontrollieren und ähnlich wie es einst Aschenputtel getan hat, die Guten von den Schlechten trennen. Man schafft am Tag ca 12.000 Kiwis. Es ist auch recht anstrengend, da man die ganze Zeit dabei steht, aber wir verdienen umgerechnet Netto ca. 6 Euro die Stunde und das ist okay. Mit uns arbeiten noch ganz viele andere Backpacker, die auch fast alle im "Hairy Berry" Hostel nächtigen..wir haben dort einfach nur nen Stellplatz und können die sanitären Anlagen nutzen.
So, jetzt wisst ihr erstmal, dass wir nicht nur auschlafen und fotografieren, sondern auch arbeiten können...hihi.
Bis Mittwoch sind wir ja noch in Taupo gewesen und haben uns dort die "Craters of the Moon" angeschaut - das sind heiße Quellen, die auch mal ab und an richtig sprudeln können. Doch im Moment dampfen sie einfach nur gemütlich vor sich hin. Am Mittwoch Morgen sind wir dann nach Te Puke gefahren, da ich per SMS die Nachricht bekam, dass es Arbeit dort gäbe. Da wir aber erst mittags dort waren, war es dann zu spät, um noch mit in die Mittwochsschicht rein zu kommen. Also fuhren wir bei dem schönen Wetter nopch weiter nach Manganui und einen bezaubernden Strand, wo der Sand schon richtig warm gewesen ist - nur das Wasser eben nicht^^ Manganui erinnert ein wenig an Binz auf Rügen mit seiner prunkvollen und Strandpromenade und den scheinbar recht kostbaren Einfamilienhäusern bzw Villen in Strandnähe. Also ein ziemlich teurer Fleck zum ausgehen. Zum Glück haben wir das schöne Wetter noch bis zum späten Abend dort am Strand genutzt, denn am nächsten Tag war es äußerst regnerisch und es ging ja gleich früh in die heiligen Kiwi-Lagerhallen von SEEKA (das Verpackungsunternehmen, für das wir gerade arbeiten). Wir werden auf alle Fälle morgen noch arbeiten dürfen und evtl auch noch am Sonntag - denn es ist gerade eine Großbestellung zu bearbeiten, die spätestens Montag nach Korea raus geht. Das bedeutet also, dass wir derzeit leider etwas weniger in der Gegend rumpirschen können, aber es gibt sicherlich sehr bald eine Entschädigung dafür ;)
Um auch mal ein paar Fragen für Jan zu beantworten, damit er nicht denkt ich lese seine Kommentare nicht^^: Ja, das erste Mal im Linkverkehr mit dem Lenkrad auch noch auf der rechten Seite war echt voll der Horror, aber nach ein paar Stunden hat man sich zumindest an den Linksverkehr gewöhnt und später auch an das versetzte Lenkrad (wobei ich immer noch manchmal aus Gewohnheit zur linken Vordertür laufe und dort einsteigen will wenn ich fahre oder beim wenden manchmal 1-2 Sekunden auf der anderen Straßenseite verbringe^^).
In Neuseeland gibt es nicht ganz so viele Tiere, wie es verschiedene Pflanzen gibt. Es laufen an sich fast die gleichen Tiere wie bei uns in Europa rum und man trifft nicht sonderlich oft auf richtig wilde Tiere. Es gibt hier auch keine Schlangen und nur wenig Spinnen-Arten - also ansich recht unspektakulär was die Tierwelt betrifft.
Wenn ich jetzt doch noch eine Frage vergessen habe, dann verzeih mir bitte und stelle sie am besten nochmal ;) Okay...soweit so gut...Ich werde mir dann mal ein Feierabend-Bierchen gönnen :)