Donnerstag, 21. Oktober 2010

Nettis Geburtstag, Mt. Mounganui + Arbeit

Kia Ora (das war Maori und heißt "guten Tag")

ich bitte um Entschuldigung für die lange Wartezeit auf einen neuen Blog. Die letzten Tage war ich einfach schreibfaul. Da wir heute aber schon halb eins Feierabend hatten, will ich gleich mal den Nachmittag zum schreiben nutzen - trotz tollstem Sonnenschein und 26 Grad in der Sonne.
Letztes Wochenende gab es den ersten Geburtstag zu feiern. Netti ist 26 Jahre alt geworden und da haben fast alle Hostelbewohner in der Party Scheune nebenan gefeiert. Wir haben auch ein paar kleine Geschenke besorgt und eine Geburtstagskarte geschrieben, worüber sich die Netti sehr gefreut hat. Es wurde viel gelacht, getanzt und getrunken - bis in die Morgenstunden. Am nächsten Tag habe ich mit Annabell, Matthias, Merle und Fredrik aus Schweden einen Ausflug zum Mt. Mounganui gemacht. Das Wetter hatte auch wiedermal super mitgespielt und wir konnten in ca. 30 Minuten den kleinen Berg erklimmen, um von dort oben einen wunderbaren Ausblick und die Stadt, das Festland und das Meer genießen zu können. Auf dem Berg selbst konnte man Paraglider bei ihren Kunstflügen beobachten, am Strand selbst versuchten sich einge Surfer mit den ersten zarten Wellen und auf der Rückseite des Berges schnorchelten einige Taucher durch das felsige Strandgebiet um Fische zu beobachten. Auch ein paar kleine Robben konnte man von der ferne aus beim spielen erkennen, nur leider hatte ich kein Fernglas dabei um ihnen in die Augen schauen zu können^^. Nach dem Bergabstieg legten wir uns noch eine weile an den Strand, holten uns anschließen eine Portion Fish & Chips (Überbackener Fisch mit Pommes und einem kleinen Würstchen dazu - eigentlich ganz lecker, aber macht super schnell satt) und fuhren zurück nach Te Puke in unser Hostel. Ich musste mich beeilen, denn Mike, der Staplerfahrer von unserem Kiwi-Packhaus, hatte eine kleine Gruppe von unserem Hostel zu sich nach Hause eingeladen. Also hab ich noch schnell eine Packung Bier geholt und bin mit Franzi zu seinem Haus gefahren. Dort warteten schon Ulli & Marlen (zwei Fittnesstrainer aus Baden Württemberg), Tina & Netti und Arthur (ein Profi-Eishockeyspieler aus Estland). Dann führte uns Mike durch die Zeremonien-Häuser seiner Maori Familie, die gleich neben seinem kleinen Haus standen und erklärte uns einiges zu den Bräuchen seiner Familie und welche Bedeutung einige Schriftzüge an Holzbalken haben. Im Versammlungsgebeude hingen ca. 30 Bilder seiner Urahnen und Verwandten, die schon verstorben waren. Das war sehr sehr interessant und auch am Abend erzählte er noch einiges über sich und das Maori Leben. Wir fühlten uns sehr wohl bei ihm und erzählten auch ihm einiges über unsere Heimat und wie wir z.b. Weihnachten feiern. Dass er uns überhaupt eingeladen hat, war für uns schon eine tolle Sache und auch er hat sich sehr gefreut. Er hat sogar ein kleines Geschenk für Netti besorgt (eine Kette mit einem kleinen Kiwi-Vogel dran) und hat für uns Würstchen gekauft, die er dann mitten in der Nacht noch warm gemacht hat für uns - so als Mitternachts-Snack :) Wir werden sicherlich noch einmal zu Mike fahren, bevor wir Te Puke verlassen. Denn er arbeitet jetzt nicht mehr im Packhaus und sieht uns somit nicht mehr auf Arbeit. Ich denke wir werden ihm auch ein kleines Abschiedsgeschenk besorgen und es wird sicherlich nicht ganz leicht, einen solchen lieben Menschen hier allein zurück zu lassen, denn er ist leider geschieden und sieht seinen Sohn nicht sehr oft, da die Mutter ihn sehr für sich beansprucht.
Von der Arbeit gibt es derzeit nicht sonderlich viel zu berichten, da ja quasi jeder Tag wie der andere ist^^ wir wissen auch derzeit nur, dass wir wohl am Dienstag wieder arbeiten werden. Aber für wie lange ist noch unklar. Deswegen werde ich mich auch mal alternativ nach anderer Arbeit umschauen, denn die Packhaus-Saison ist fast vorüber. Morgen wollen Merle, Annabell, Matthias und ich mal nach Coromandel fahren und den "Hot-Water-Beach" ausfindig machen. Also bis bald mal wieder...
eurer Marcus








































 

Montag, 11. Oktober 2010

SEEKA Packhouse und das Vulkan-Tal Waimangu bei Rotorua

Hallo liebe Leute,
ich schicke euch heute mal ein paar Bilder von meiner tollen Arbeitsstätte, in welchem ich 9 Stunden am Tag verbringe.
Franzi und ich hatten dort vor 3 Tagen wieder kurzfristig Arbeit bekommen und werden auf jeden Fall noch morgen dort fleißig Kiwis quetschen. Ob wir dann nun am Donnerstag wie geplant zum Wwoofing nach Hastings fahren, oder doch noch weitere 2 Wochen hier  bleiben hängt ganz von der Auftragslage ab - und so wie derzeit die Sterne stehen, werden wir hier bleiben und solange es funktioniert, Geld verdienen. 
Ich habe übrigens vor 3 Stunden die Fäden an meiner Botox-Augenbraue ziehen lassen. Ich bin einfach wieder zu der Notfallställe (St. Johns genannt) gegangen, die mich auch schon am Unfalltag aufgenommen und dann ins Krankenhaus gefahren haben - denn leider hat zu meiner arbeitsfreien Zeit kein Arzt in Te Puke mehr geöffnet. Der Stationschef hat mich auch gleich wiedererkannt, mich freundlich begrüßt und mich gefragt, wie es mir geht und was meine Naht macht. Ich erklärte ihm meinen Umstand und ohne groß lange hin und her zu überlegen bzw mich Heim zu schicken, bat er mich in sein Büro, holte einen sterilen Skalpell und befreite mich von den Fesseln - ich war wiedereinmal beeindruckt von der Hilfsbereitschaft der Neuseeländer, die man in Deutschland nicht so leicht finden würde. Ich bedankte mich recht herzlich bei ihm und war nach 10 Minuten wieder auf dem Heimweg :)
Nun ist alles wieder alles in bester Ordnung mit meinem Kopf (zumindest äußerlich^^)
Letzten  Freitag sind wir im Vulcan Valley in Waimangu gewesen. Wir hatten ja einen Tag frei und da die Merle (auch eine deutsche Backpackerin aus unserem Hostel) noch 3 Plätze in ihrem Auto frei hatte und ich Lust zum Wandern hatte (die Mama wird überrascht sein^^), hab ich mich der Gruppe angeschlossen und hab mit 3 netten Mädels den Trip gemacht. Wie man wohl auf den Bildern sehen kann, hatten wir extrem tolles Wetter und es war dazu auch noch richtig warm. Im Tal selbst ist man an einigen heißen Quellen vorbei gekommen und es hat fürchterlich nach faulem Ei gerochen (fast wie meine Sporttasche). Die Natur war allerdings richtig sehenswert und auch die Wanderwege waren alle super zu laufen. Der einzige Nachteil ist allerdings, dass man für fast alles in Neuseeland Eintritt bezahlen muss - auch hier waren wieder 32 Dollar fällig. Ich hoffe ja, dass ich bald nochmal in die großen Nationalparks komme und dort eine 3-5 Tage Tour machen kann, denn die sind derzeit noch kostenlos :)
Ansonsten gibts nicht sonderlich viel zu berichten, außer dass man sich im Hostel mit immer mehr jungen Menschen anfreundet, denn man hat auch mit fast allen auf Arbeit zu tun. Es sind nahezu alle sehr sehr nett und es fühlt sich alles schon wie einen große Familie oder WG an - das ist echt toll. Wir haben hier die letzten 2 Abende gemeinsam die "Herr der Ringe" Trilogie geschaut (natürlich auf Englisch). Gestern war ich allerdings so müde, dass mich der "Herr des Sandes" ins Bettchen gelockt hat (ich meine hier natürlich das Sandmännchen und nicht irgendeinen warmen Bruder aus dem Hostel^^)
So, dass solls erstmal für heute gewesen sein...seid alle herzlichst gegrüßt
der Max

Mittwoch, 6. Oktober 2010

wäre ich doch nur auf Arbeit geblieben^^

Da kann man schon mal mittags von der Arbeit weg, freut sich auf nen schönen, entspannten, sonnigen Nachmittag und dann hängt man letztendlich 3 Stunden in Tauranga im Hospital rum, weil man sich beim Spaß-Fußball mit den anderen Hostelbewohnern einen schönen Cut (ca. 4 cm) über der Augenbraue zugezogen hat...tolle Wurst! Ja, vorgestern ist mir dieses Missgeschick passiert und ich musste tatsächlich mit nem Krankenwagen nach Tauranga ins Krankenhaus transportiert werden - wie peinlich^^. Die Fahrt war trotzdem echt interessant und spannend, da ich noch nie in so nem Krankenwagen mitgefahren bin (erst recht nicht in Neuseeland..hihi). Steven, der Sanitäter, war super nett und hat mir ne schöne Rolle Klopapier um die völlig blutverschmierte Rübe gewickelt (siehe Foto) und hat mich mit Fragen für seinen Fragebogen gelöchert. Erstaunlicherweise kannte er sogar Freiberg, als er mich nach meiner Herkunft fragte. Er hat dort wohl Freunde, die als Austauschstudenten an der Bergakademie studieren - verrückte Welt wiedermal. Im Krankenhaus musste ich erstmal ein wenig warten, bis ein Arzt für mich frei war. Nach ca. 45 Minuten nahm mich "Dr. House" mit in ein Separé und nähte mit 7 Stichen den "KlitschKO-Cut" wieder zusammen. Nach einer guten halben Stunde war mein Frankensteinschädel dann hergerichtet und ich konnte wieder entlassen werden - ohne nur einen Cent bezahlen zu müssen (wie es in der Fielmannwerbung immer so schön heißt). Notfälle sind in Neuseeland komplett kostenlos. Das ersparte mir viel Geld und einige Telefonate mit Versicherung :)
Es ist und bleibt also in jeder Hinsicht ein absoluter Abenteuer-Urlaub.
Die anderen Bilder sind vom gestrigen Spaziergang um die Kaiate Wasserfälle, die hier gleich um die Ecke sind, mit Franzi und Christian (unserem Dänischen Freund aus dem Hostel)
LG und bis Morgen, dann gibts paar Infos vom heutigen Tag, den wir für einen Ausflug nach Rotorua nutzten


















Montag, 4. Oktober 2010

die Arbeit ruft :)

Hallöle,
nachdem wieder ein paar Tage ins Land gingen, seitdem ich den letzten Blog geschrieben habe, wird es Zeit mal wieder etwas zu berichten. Wir sind also die letzten 6 Tage bei SEEKA in Te Puke arbeiten gewesen. Dort haben wir den ganzen Tag Klasse 1 Kiwis sortiert und die Schlechten von den Guten getrennt - eine super langweilige Arbeit, die einem schon nach ca 20 Minuten auf die Nerven geht. Aber was solls - es gibt halt Geld dafür. Wir haben allerdings bei dieser Arbeit wirklich seher viele nette Menschen kennengelernt - sowohl Backpacker, als auch Einheimische. Jeder war interessiert, hat viel gefragt, geholfen wo es ging und es war immer Zeit für einen Spaß :) Uns hatte es besonders Mike der Staplerfahrer angetan - ein halb Maori, ca. 120 Kilo schwer mit Basecap und Sonnenbrille, der viel über uns wissen wollte und uns in den Pausen immer was von seinem Sushi, seinen selbst geernteten Mandarinen aus dem Garten oder seinen Käsechips angeboten hat. Er hat auch an 2 Tagen mal an unserer Station gearbeit, sodass wir dann gleich noch mehr mit ihm quatschen und rumalbern konnten. Wir haben ihm sogar "Stadt, Land, Fluss" beigebracht und es während der Arbeit mit ihm gespielt^^...er war garnicht mal so schlecht! Außerdem hatten wir 2 deutsche Mädels (Netti und Tina aus Anklam) an unserem Arbeitstisch, mit denen wir sofort 2 linke Schuhe gefunden hatten und auch mit ihnen sehr viel gelacht haben. Sie wohnen auch mit uns im Hostel und so können wir auch nach der Arbeit sehen. Im Hostel selbst treffen grad jeden Tag mehr und mehr Leute ein und man hat das Gefühl, als würden die Wände bald zur Seite wegklappen, weil jeden Morgen und Abends nach der Arbeit unglaubliches gewusel in der alten Papphütte ist. Es sind ca 20 bis 30 Deutsche, ein paar Schweden, Dänen, Argentinier, Koreaner,ein Tscheche und EINE Neuseeländerin. Man muss quasi gar kein Englisch können, um sich hier zu verständigen, was eigentlich schon fast doof ist - man will doch irgendwie seine Englischkenntnisse verbessern und auch mal andere Kulturen kennenlernen. Deshalb hab ich mich einen Abend mit zu den Koreanern gesetzt und ein paar Stunden mit denen gequatscht, was allerdings recht beschwerlich war, denn ihre englische Aussprache klingt für mich so ziemlich genau wie ihre Muttersprache^^ Trotzdem hat es irgendwie funktioniert mit Händen und Füßen und ich durfte auch mal von ihren Koreanischen Spezialitäten kosten, die sie wirklich fast jeden Abend zubereiten - sowas wie ne Wurstschnitte kennen die scheinbar nicht. 
Heute war für uns vorerst der letzte Arbeitstag bei SEEKA, da sie derzeit keine größere Bestellung haben. Somit haben wir bis voraussichtlich Samstag frei und können endlich mal wieder ausschlafen :) 
Wie es dann weitergeht steht allerdings noch ein wenig in den Sternen, denn Franzi und ich hätten eigentlich auch ab Donnerstag einen Wwoofing Platz in der Nähe von Hastings bei einer Musikerfamilie und müssten denen evtl absagen, falls wir noch ein wenig weiter arbeiten dürften/könnten/sollten^^
Schauen wir mal, was die Zeit bringt, ich werde euch informieren ;)
Bis denne...ich genehmige mir jetzt mein "Wochenend-Bierchen"...hehe.

PS: die Autobilder sind für Opa Heinz, der so gerne mehr von unserem guten Japaner sehen wollte :)
das Auto ist 4,50m lang, 1,68m breit, hat einen 145 PS Benzinmotor, Allradantrieb, Automatikgetriebe, einen 60 Liter Tank, er verbraucht im Schnitt 10 Liter (liegt sicherlich am Zusatzgewicht durch das viele Gepäck und das eingebaute Holzbett mit Matratze, welches ca 190cm lang und 145cm breit ist) - wenn ich noch mehr herausfinden soll, einfach melden! ich werde demnächst immer mal noch ein paar Bildchen hinzufügen